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WISSENSWERTES

Grundwissen zu den einzelnen Ofen- und Kamintechniken.

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Feuer ist unsere Leidenschaft

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ihren Wohnraum mit der Wohlfühlwärme und dem beruhigenden Flammenspiel eines Holzbrandofens zu beheizen.

Wir geben Ihnen hier einen knappen Überblick über die einzelnen Eigenschaften der Systeme. Gerne stehen wir Ihnen für eine persönliche und ausführliche Beratung zur Verfügung.

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Kachelöfen

Der Kachelofen ist der Klassiker unter den Holzbrandöfen.

Typisch für einen Kachelofen ist, daß die bei der Verbrennung entstandenen heißen Rauchgase, zwecks besserer Ausnutzung in eine Nachheizfläche geleitet werden.
In der Regel besteht die Außenhülle des Kachelofens aus Ofenkacheln, aus Speckstein oder aus Schamotteplatten. Dadurch ist der Kachelofen in der Lage die Wärmeenergie über einen längeren Zeitraum zu speichern.
Die Wärme wird über Strahlungswärme oder über Warmluft abgegeben. Die Strahlungswärme ist vergleichbar mit einem Infrarotstrahler oder dem Sonnenlicht. Hierbei erfolgt die Erwärmung auf die angestrahlten Flächen, nicht durch Erwärmung der Luft.

Faustregel: Pro 1 KW Ofenleistung können zirka 12 m² bzw. 30 m³ Wohnfläche beheizt werden.

Bei Kachelöfen unterscheidet man zwischen 3 Varianten:

Grundofen

Der Grundofen besteht aus einem Feuerraum aus Schamotte und führt die heißen Rauchgase in eine Nachheizfläche (Zugwerk) aus Schamotteplatten. Der Grundofen ist somit ein in sich geschlossener und vollständig gemauerter Kachelofen. Im Gegensatz zum Warmluftofen erzeugt der Grundofen nur eine geringe Menge an Konvektionsluft und dafür überwiegend Strahlungswärme mit langer Speicherzeit.

Durchschnittliche Leistungsaufteilung über die Zeit:
Zirka 3-4 KW Strahlungswärme für zirka 12-20 Stunden Speicherzeit.

Warmluftofen

Der Warmluftofen besteht aus einem Heizeinsatz aus Stahl oder Guss und führt die heißen Rauchgase in eine Nachheizfläche aus Stahl oder Guss. Im Ofensockel befinden sich Luftöffnungen durch diese Luft (Kaltluft) in das Innere des Ofens strömt und sich dort erwärmt und über regulierbare Luftgitter an den Raum abgegeben wird (Warmluft). Durch solche Warmluftöffnungen können auch mehrere Räume gleichzeitig beheizt werden.

Durchschnittliche Leistungsaufteilung über die Zeit:
Zirka 8,0 KW Warmluft für zirka 3 Stunden.

Kombiofen

Der Kombiofen ist eine Kombination aus einem Grundofen und einem Warmluftofen. Er besteht aus einem Heizeinsatz aus Stahl oder Guss (wie beim Warmluftofen) und einer Nachheizfläche aus Schamotteplatten (wie beim Grundofen). Durch Luftöffnungen im Sockel und regulierbaren Luftgitter wird wie beim Warmluftofen, Warmluft erzeugt und und über die Nachheizfläche aus Schamotteplatten kann er wie beim Grundofen eine relativ hohe Speicherzeit erreichen.

Durchschnittliche Leistungsaufteilung über die Zeit:
Zirka 8,0 KW Warmluft für zirka 3 Stunden.
Zirka 3,0 KW Strahlungswärme für zirka 8 Stunden Speicherzeit.

Kaminöfen

Der Kaminofen (Schwedenofen) ist der platzsparendste Ofen unter den Holzbrandöfen, klassisch aus Stahl oder Gusseisen.

Die Wärme wird überwiegend über Warmluft abgegeben.
Durch Oberflächenmaterialien wie zum Beispiel Speckstein oder Keramik sind Kaminöfen auch in der Lage die Wärme als Strahlungswärme zu speichern. Der Anteil der Strahlungswärme beziehungsweise die Speicherzeit ist jedoch aufgrund der geringen Masse nicht vergleichbar mit einem Kachelofen.

Durchschnittliche Leistungsaufteilung über die Zeit: 2,5 - 8,0 KW Warmluft für zirka 2 Stunden

Heizkamine

Der Heizkamin ist eine Ofenanlage im Stil der Zeit. Mit viel Sicht auf das Feuer.

Der typische Heizkamin ist vergleichbar mit einem Warmluft-Kachelofen (siehe Beschreibung). Die Türe gibt es sowohl schwenkbar als auch hochschiebbar, als Frontausführung, als Eckausführung oder als Dreiseitige Glastürausführung. Ebenfalls kann man zur Wärmespeicherung gemauerte Schamottezüge oder als Zubehör angebotene Speichersysteme der Hersteller einbauen.

Eine weitere Möglichkeit ist es den Feuerraum zu mauern, also ohne Heizeinsatz, ohne Türe und ohne Sichtscheibe. Hier spricht man von einem Offenen Kamin. Diese Bauweise wird aber heutzutage aus energietechnischen und umweltfreundlichen Bedingungen kaum noch eingebaut und ist in manchen Städten Deutschlands wegen der hohen Feinstaubbelastung nicht mehr zugelassen.

Heute werden auch immer mehr Heizkamine mit Gasfeuerung betrieben. Die Vorteile liegen auf der Hand: Keine Brennstofflagerung, immer eine saubere Scheibe und Feuer auf Knopfdruck. Die Leistung und die Größe des Flammenbildes sind über eine Fernbedienung stufenlos regelbar.

Durchschnittliche Leistungsaufteilung über die Zeit: Zirka 7,0 KW Warmluft für zirka 3 Stunden

Leistungsbereich bei Gasfeuerung: von zirka 2,5 - 9,0 KW regelbar

Pelletöfen

auch für Mehrfachbelegung

Holz-Pellets sind unter den Festbrennstoffen eindeutig der Aufsteiger der letzten Jahre.

Pelletöfen lassen sich mit einem hohen Bedienungskomfort betreiben. Die Zündung erfolgt automatisch über eine Zündpatrone und die Leistung kann über ein Raumthermostat oder über eine Fernbedienung geregelt werden. Die Pellets werden dem Brennraum über einen integrierten Füllschacht mittels einer motorisch betriebenen Förderschnecke in den Brennraum gefördert.

Pelletöfen erreichen einen durchschnittlichen Wirkungsgrad von 90 % und sind absolut sparsam im Verbrauch.

Leistungsbereich: von zirka 2,5 - 10,0 KW regelbar

Wassertechnik

Wenn Sie von Ihrem Ofen mehr erwarten als gemütliche Wärme und die Faszination des sichtbaren Feuers, lassen sich mit einem Wasserwärmetauschersystem vollwertige Heizsysteme bauen.

Das heißt dass der Ofen an den Heizkreislauf des Hauses angeschlossen wird und mittels Pufferspeicher und hydraulischen Komponenten einen Teil der Brauchwasserversorgung übernehmen kann.

Ein weiterer Vorteil ist dass dadurch bei den meisten Öfen der recht hohe, überschüssige Warmluftanteil von bis zu durchschnittlich 10 KW auf zirka 3 - 4 KW reduziert werden kann, was in den meisten Räumen zum beheizen ausreicht und die Restwärme des Ofens in den Pufferspeicher geführt wird. Eine durchschnittliche Wärmeleistungsaufteilung des Ofens beträgt 60 % Wasser und 40 % Warmluft.

Man unterscheidet zwischen einem Abgaswärmetauscher und einem Feuerraumwärmetauscher. Kaminöfen und Pelletöfen haben in der Regel meist einen Abgaswärmetauscher. Bei der Planung ist zu berücksichtigen dass man den Abgaswärmetauscher regelmäßig, zirka alle 4 Wochen, reinigen muss.